21.03., 17:00 Uhr

Ein Haus ohne Mauern bauen – Einladung zur Vernissage im Luitpoldblock

Christoph Westermeier

DER PARAGRAF, 2025

PVC-Folien auf Fensterscheiben                                                                                      Zu sehen 22.03.-31.07.2025 im Luitpoldblock, Palmengarten Cafe Luitpold

Der Paragraf §175 war der einzige Paragraf, der von den Nationalsozialisten verschärft wurde und bis 1969 unverändert in Kraft blieb. Dies hatte zur Folge, dass Homosexuelle als ehemalige KZ-Inhaftierte keine Entschädigung beantragen konnten und sie als ehemalige Strafgefangene ihre Gefängnisstrafe unverändert absitzen mussten. Dennoch gab es ab 1945 ein Aufkeimen queeren Lebens, wenn auch im Verborgenen.

In dieser Installation nähert sich der Künstler Christoph Westermeier diesem Leben im Verborgenen.  Zu sehen sind Bilder aus einem Fotoalbum des Münchners Viktor Heye (1907-1975) und Ausschnitte aus der Zeitschrift Zwischen den Andern.

Tauchen Sie in die unmittelbare Nachkriegszeit ein, in der sich die Gesellschaft neu formieren musste und der Diskurs einer Gemeinschaft neu verhandelt wurde.

EIN HAUS OHNE MAUERN BAUEN

Die Installation ist Teil des Recherche- und Ausstellungsprojekts Ein Haus ohne Mauern bauen, das im Zeitraum vom 22.03 bis 31.05.2025 im Amerikahaus, im glitch bookstore, im Luitpoldblock und an den Fahnenmasten vor dem NS-Dokumentationszentrum in München gezeigt wird. Die Künstler*innen Hêlîn Alas, Ina Ettlinger, Dani Gal, Thomas Galler, Mariella Maier, Cora Piantoni, Beo Tomek / Caroline Kapp und Christoph Westermeier haben in Archiven und Sammlungen zu München nach 1945 geforscht. Der Blick der Künstler*innen auf Fotos, Protokolle, Magazine und Zeitzeug*innen-Berichte eröffnet vielfältige Perspektiven auf den baulichen und gesellschaftlichen Wiederaufbau. Die Bedeutung der Nachkriegszeit für unsere Gegenwart wird mit Themen wie dem Frauenleben, neuen Orten der Zusammenkunft, dem Auftreten von Autoritäten und pädagogischen Konzepten der Reeducation in Installationen, Filmen, Fotoserien und Collagen lebendig.

Kuration: Cora Piantoni und Caroline Sternberg

Weitere Infos unter hausohnemauern.de

Gefördert von:

  • Landeshauptstadt München Kulturreferat
  • Bezirk Oberbayern
  • amerikahaus
  • Luitpoldblock
  • HANS PURRMANN STIFTUNG
  • Stiftung Stark für Gegenwartskunst
  • Steiner Stiftung München